Tramadol

Was für Nebenwirkungen können auftreten?

Nebenwirkungen wie Schwitzen, Sedierung und Verwirrtheit können auftreten, ebenso wie Schläfrigkeit. In therapeutischer Dosierung hat Tramadol wegen seiner geringen μ-Selektivität keinen beachtenswerten Einfluss auf die Atmung und den Pulmonalarteriendruck. Häufig wird eine starke Übelkeit beobachtet sowohl bei oraler Gabe, als auch bei zu schneller Injektion. Blutdruck und Pulsfrequenz werden ebenfalls kaum beeinflusst.Bei der Einnahme von mehreren Opioiden wird Tramadol meistens verdrängt, da die meisten anderen Opioide höhere Affinitäten zu den Opioid-Rezeptoren haben. 

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Tramadol darf nicht zusammen mit Bupropion (Zyban®) und MAO-Hemmern verwendet werden, es sind schwerwiegende Nebenwirkungen zu erwarten. Bei der Komedikation mit oralen Antikoagulantien[4] ist Vorsicht geboten, und auf den Konsum von Alkohol sollte während der Behandlung verzichtet werden. Bei der kombinierten Gabe von Tramadol und einem Benzodiazepin muss besondere Vorsicht und eine ununterbrochene Überwachung gewährleistet sein, da beide Stoffgruppen als Nebenwirkung das Atemzentrum dämpfen und so zum Atemstillstand führen können.

Ebenfalls ist große Zurückhaltung geboten, wenn Tramadol mit anderen serotoninergen Medikamenten eingesetzt wird, da es zu einem Serotonin-Syndrom kommen kann.[5] Zu diesen Mitteln zählen auch SSRI-Antidepressiva wie z.B. Fluoxetin und Citalopram und zudem auch illegale Drogen wie Ecstasy und Kokain. Auch rezeptfreie Zubereitungen aus Johanniskraut (Johanniskrauttee, Johanniskrautextrakt in Kapseln usw.) können ein Serotonin-Syndrom auslösen, weswegen der verschreibende Arzt auf die Einnahme derartiger Produkte unbedingt hingewiesen werden sollte. Das Absetzen von Johanniskrautpräparaten unmittelbar vor der Tramadol-Einnahme ist nicht ausreichend, da die serotoninerge Wirkung des Johanniskrauts mehrere Tage anhalten kann.

Kann die Einnahme zur Abhängigkeit führen?

Eine psychische Abhängigkeit kann bei längerfristigem, selten auch bei kurzfristigem Konsum eintreten. Körperliche Abhängigkeit tritt auf, wenn auch selten.

Die Einnahme über einen längeren Zeitraum kann zu einer akkumulierten Freigabe von Dopamin und Noradrenalin führen, sobald das Medikament abgesetzt wird. Dies kann in den ersten zwei bis drei Wochen nach Absetzen zu verstärktem Schmerzempfinden und Unwohlsein führen.

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